64. Bergische Kunstausstellung
25.06. bis 19.09.2010
Gezeigt werden in diesem Jahr Arbeiten von 14 Künstlern und Künstlerinnen, die in der Region verwurzelt sind, die im Bergischen Land leben und wirken. Die heterogene Schau, die traditionell unter keinem vorgegebenen Motto steht, gibt einen Einblick in das vielfältige Kunstschaffen der Region. Viele der teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen sind Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie und durch überregionale Ausstellungstätigkeiten bekannt. Es gibt aber auch Neues in der Ausstellung zu entdecken. Die Beschränkung auf relativ wenige Künstler führt zu einer Auswahl, die keinen breiten Überblick über die junge Kunstszene im Großraum des Bergischen Land gibt. Ziel war es vielmehr aus der Vielzahl von Bewerbungen die innovativsten und interessantesten Positionen herauszufinden und vorzustellen.
Mitglieder der Jury waren in diesem Jahr:
Gisela Elbracht-Iglhaut, Stellvertretende Direktorin, Kunstmuseum Baden, Solingen
Hans Knopper, Direktor des Kulturbüros, Solingen
Dr. Stefanie Kreuzer, Museum Morsbroich, Leverkusen
Gertrud Peters, Projektleiterin Kunst im Tunnel, Düsseldorf
Prof. Dr. Oliver Zybok, Künstlerische Leitung, Galerie der Stadt Remscheid
Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen
Nina Ahlers
Congress: Magdalena Kita u. Guilietta Ockenfuß
Frauke Dannert
Dominik Halmer
Nschotschi Haslinger
Benjamin Houlihan
Hye-Mi Kim
Simone Lucas
Agnes Lux
Alice Musiol
Thomas Neumann
Christian Odzuck
Joseph Sracic
Alexander Wissel
64. Bergischer Kunstpreis
Der mit 3500 Euro dotierte 64. Bergische Kunstpreis, verliehen von der Deutschen Bank AG, geht in diesem Jahr an den Düsseldorfer Künstler Thomas Neumann.
Thomas Neumann (*1975 in Cottbus) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Prof. Bernd Becher und Prof. Thomas Ruff. Thomas Neumann lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Begründung der Jury
Die Jury zeichnet Thomas Neumann für seine 2009 in Tokio entstandene Arbeit „Geister“ aus.
Thomas Neumann verbindet in seiner mehrteiligen Installation Fotografie, Video und Musik miteinander. Thematisch setzt er sich mit dem Phänomen der japanischen Megacity auseinander und setzt die technisch geprägte Gegenwart in Beziehung zur traditionellen japanischen Kultur mit ihren Ausdrucksformen in Religion, Theater, Schattenspiel und Musik.
Die Installation wird begleitet von einer Komposition des kanadischen Komponisten Daryl Jamieson, der das traditionelle japanische Instrument Shakuhachi neu interpretiert.
Thomas Neumann verschränkt in seinen Arbeiten Tradition und Gegenwart; Realität und Fiktion miteinander. Er findet so zu einer vielschichtigen, hinterfragenden Bildsprache, die spannend und außergewöhnlich ist.
Dafür erhält Thomas Neumann den 64. Bergischen Kunstpreis.
Publikumspreis
Zum Ende der Ausstellung vergibt die Stadt-Sparkasse Solingen einen Publikumspreis in der Höhe von 1500 Euro.
Öffentliche Führungen: jeden Sonntag, 11.15 Uhr
Abbildungen:
Thomas Neumann
Geister, 2009/2010, Videoinstallation, (Abb. 1 + 2)
Dominik Halmer
Der Weg Ignaz, 2008, Acryl, Tusche, Öl, Lack auf Nessel
Joseph Sracic
The Arc, 2010, Öl auf Leinwand
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