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Die Bürgerstiftung für verfemte Künste mit der Sammlung Gerhard Schneider, Solingen
Sie zeigt Aspekte gegenständlicher deutscher Bildkunst im 20sten Jahrhundert. Der Sammler Dr. Gerhard Schneider charakterisiert sie als „expressive Gegenständlichkeit“, die unter kunsthistorischem Aspekt bislang weitgehend ein Schattendasein als „ignorierte Parallelkunst“ führte. So tritt an die Seite allseits bekannter Künstler eine Vielzahl zu Unrecht Vergessener mit oft verblüffenden Frühwerken. Gerade dieser Aspekt fand im In- und Ausland große Resonanz.
Ein weiteres Merkmal dieser „verschollenen“ Generation ist die Aufarbeitung historischer Ereignisse, mit denen sie konfrontiert war. Vom ersten Weltkrieg und die Revolutionszeit 1918/19, über Milieudarstellungen der 20er und 30er Jahre bis zur Widerstandskunst gegen das Naziregime und die Schrecken des 2. Weltkrieges - von Gefangenschaft, Vertreibung, Flucht und Heimkehr bis zum Mauerbau spannt sich der thematische Bogen der annähernd 300 Werke. Als Mittelpunkt wird man Verfemungsbeispiele von Künstlern ausmachen, die durch die Aktion „entartete Kunst“ und ihre berüchtigtste Ausstellung 1937 in München diffamiert wurden. Darüber hinaus wird auch die Diskreditierung expressiver Kunst in der DDR dokumentiert ebenso wie der bis heute kaum erkannte Stellenwert expressiv-figurativen Schaffens in der Bundesrepublik.
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